BESEITIGUNG DER WASSERDRUCKLECKE

11.4. Aktive herausspritzende Wasserdrucklecke sind mit Hilfe von Produkten Peneplug oder Waterplug zu beseitigen. Die Lösungen dieser Materialien unterscheiden sich durch eine kurze Abbindezeit, deshalb muss die Arbeit mit diesen Produkten schnell durchzuführen werden.  
Nach der Aufbereitung der Aushöhlung eines Lecks (Punkt 9) muss man die fertige Lösung des Materials Peneplug oder Waterplug (Punkt 10.4) mit Einsatz aller Kräfte in die Leckaushöhlung hineinzudrücken. Je nach der Temperatur der Betonofläche und der Wasserfilterungsstärke soll dieses starkes Einbeulen von 40 bis 60 Sekunden beim Einsatz von der Peneplug Lösung und von 2 bis 3 Minuten beim Einsatz von der Waterplug Lösung dauern. Je niedriger die Temperatur des Wassers und die der Oberfläche ist, desto langsamer das Abbinden der Lösungen entsteht. Im Falle der Beseitigung einer Wasserdrucklecke durch die langen senkrechten Risse (Fugen, Berührungszonen, Anschlüsse) muss man die Arbeit vom höchsten Punkt des Risses (der Fuge, der Berührungszone, des Anschlusses) beginnen.
 
Nur die Hälfte der Leckaushöhlung muss mit der Lösung der Materialien ausgefüllt werden. Bei einer volleren Ausfüllung ist die überschüssige Lösung sofort zu entfernen. Beim Einsatz von Waterplug ist es nötig, die Aushöhlung des angehaltenen Lecks mit Penetron zu behandeln. Beim Einsatz von Peneplug ist solche Behandlung nicht nötig.
 
Unabhängig vom eingesetzten Material muss man das restliche Volumen der Leckaushöhlung mit der Penecrete Lösung ausfüllen. Die von der Penecrete Lösung ausgefüllte Leckaushöhlung sowie die
angrenzenden Bereiche müssen mit der Penetron Lösung zweimal behandelt werden (Punkt 11.1).
Der Verbrauch von Peneplug und Waterplug beträgt 1,9 kg/dm³ (auf Einstreumischung umgerechnet).